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MHK_Neue Galerie Aussenansicht_2013_ma23704.jpgNeue Galerie, Außenansicht, MHK

An der Schönen Aussicht mit Blick über Karlsaue gelegen, vereint die Neue Galerie die staatlichen und städtischen Kunstsammlungen und präsentiert als Haus der Moderne Gemälde, Skulpturen und neue Medien von 1800 bis zur Gegenwart.

Herzstück der Sammlung ist der von Joseph Beuys persönlich eingerichtete Raum in dessen Mittelpunkt die Installation »The pack (Das Rudel)« (1969) steht. Hier zeigt sich Beuys’ »erweiterter Kunstbegriff«: Kunst kann die Gesellschaft verändern, vorausgesetzt der Mensch weiß sein kreatives Potential zu nutzen.

Im Obergeschoss bietet die neue Ausstellungsebene »about: documenta« die Möglichkeit, in die Geschichte der international bedeutenden Ausstellungsreihe zu blicken. Besucher tauchen ein in eine anregende Mischung von Original-Documentakunst, individuellen Erinnerungen an die Ausstellungen und persönlichen Kunsterfahrungen. Zudem hat ruangrupa, die künstlerische Leitung der kommenden documenta 15, einen eigenen Raum gestaltet.

Geschichte der Neuen Galerie

Das als Gemäldegalerie zwischen 1871 und 1877 nach den Plänen des Architekten Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825–1885) errichtete Gebäude beherbergte ursprünglich die bereits berühmte Gemäldesammlung des Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel (reg. 1730/51–1760). Nach einer Umfunktionierung des Gebäudes zu einer Stadtresidenz während der französischen Besatzungszeit unter Jérôme Bonaparte (reg. 1807–1813) konnte das Gebäude nicht mehr zu Ausstellungszwecken genutzt werden. Erst durch die Initiative des damaligen Oberpräsidenten Eduard von Möller (1814–1881) konnte ein Neubau nach dem Vorbild der Alten Pinakothek in München durch den Architekten Heinrich von Dehn-Rotfelser (1825–1885) realisiert werden.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude schwere Schäden und war danach lange Zeit vom Abriss bedroht. Nach einer Verlagerung der Gemäldegalerie Alte Meister wie auch der Bestände des 18. Jahrhunderts ins Schloss Wilhelmshöhe 1962, konnte mit dem Wiederaufbau des Galeriegebäudes als Haus der Moderne begonnen werden.

Im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Kasseler Museumslandschaft wurde das Gebäude 2006 bis 2011 unter der Leitung des Berliner Büros Staab Architekten umfassend saniert und modernisiert. Die Verlagerung der Bestände des 18. Jahrhunderts – Werke der Malerfamilien Tischbein und Nahl – ins Schloss Wilhelmshöhe zählt dabei zu den wichtigsten inhaltlichen Veränderungen. Seitdem präsentiert die Neue Galerie regional wie international bedeutende Malerei, Plastik und neue Medien des 19. bis 21. Jahrhunderts.