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mein ding! deine geschichte! unser museum!

3. bis 14. August 2020 mit der Kindertagesstätte »Struthbachweg«


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In den Ferienprojekten »Mein Ding! Deine Geschichte! Unser Museum!« gestalten Kinder in zwei Wochen mit persönlichen Gegenständen ganz professionell eine eigene Ausstellung im Hessischen Landesmuseum.

Dabei erzählen sie spannende Geschichten über ihr Leben, ihre Herkunft und Kultur, drehen Video-Clips und berichten in einem Blog über das Projekt. Sie besuchen die Restauratorenwerkstätten und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Museums. Als Museumsexperten vermitteln sie am Ende des Projektes Eltern, Geschwistern, Freunden und Mitschülern die Geheimnisse und Besonderheiten des Museums und der nordhessischen Geschichte.

Die Ferienprojekte werden über das Förderprogramm »Museum macht stark« des Deutschen Museumbundes vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Kooperationspartner in den Sommerferien 2020 sind die MHK, thearte e.V. und die Kindertagesstätte Struthbachweg.

 

Mein Ding. Unser Blog.

Freut euch auf spannende Blogbeiträge der Kinder ab Montag, den 3. August 2020.


Tag 1 - Die Museumsleute besuchen uns in der Kita

Am ersten Tag sind die Museumsleute zu uns in die Kita gekommen und haben uns erzählt was wir die nächsten zwei Wochen machen werden. Das hörte sich super spannend an. Wir haben ein Namensspiel mit den Museumsleuten gespielt, denn sie kannten unsere Namen ja noch nicht. Wir haben alle eine andere Bewegung gemacht und haben dabei unseren Namen gesagt. Einmal Laut, einmal leise, eine große und eine klitzekleine Bewegung. Trotzdem müssen die Museumsleute noch üben, aber das wird schon. Deshalb haben wir noch Buttons mit unseren Namen gemacht, damit die Museumsleute sich unsere Namen besser merken können. Wir haben alle ein Ding mitgebracht, was für uns besonders ist, was wir sehr mögen. Da waren ein Fussball, Rennautos, Teddybären, eine Barbypuppe und noch viele andere Sachen dabei. Die Museumsleute haben Tablets mitgebracht und haben uns gezeigt, wie wir damit Trickfilme drehen können. Das hat Spaß gemacht.


Tag 2 - Auf Streifzug durch's Museum

Heute mussten wir eine lange Straßenbahnfahrt machen und sind vom Rathhaus zu einem großen gelben Haus mit Turm gelaufen. Das ist das Hessische Landesmuseum. Das war anstrengend weil wir im Museum Masken tragen müssen und die Hände desinfiziert haben. Im Untergeschoss gibt es zwei Räume nur für uns, wo wir basteln und viele andere Sachen machen. Das Museum ist ziemlich groß, es hat drei Stockwerke und wir sind überall rumgelaufen und haben uns Sachen angeguckt. Wir haben mit Tablets Fotos gemacht von blauen Dingen, von wertvollen Dingen, von ekligen Dingen, von Dingen, die wir nicht verstanden haben. Nach dem Mittagessen haben wir versucht alle Fotos von allen Gruppen zu sortieren. Das war gar nicht so einfach, weil wir lange darüber geredet haben was wertvoll, schön, hässlich und schwer ist. In so einem Museum gibt es wirklich viele tolle Sachen zu sehen, die manchmal sehr alt sind.


Tag 3 - Gruselige Monster in Stein gemeißelt

Weil die Museumsleute immer noch nicht so gut unsere Namen sich merken können, hat Benni uns ein neues Spiel gezeigt. Es heißt "Ich war's nicht". Einer steht in der Mitte und ruft: "Ich war's nicht, Mustafa war's". Dann muss das Kind in der Mitte zu Mustafa rennen und ihn abklatschen. Mustafa muss jetzt schnell sagen: "Ich war's nicht" und einen anderen Namen sagen. Wenn er das nicht schnell genug macht und vorher abgeklatscht wird, muss er in die Mitte und so weiter. Wir haben uns lange Sachen angeguckt, die wir nicht verstanden haben. Da war ein Bild aus Stein mit ganz vielen Tieren und daneben eins mit gruseligen Monstern. Wir haben die Idee gehabt, dass wir selber auch so ein Bild machen, aber nicht aus Stein sondern aus grauer Pappe. Wir haben sofort angefangen zu basteln und es sind viele Monster, Tiere und komische Wesen entstanden. Wenn alles fertig ist kommt das auch in unsere Ausstellung.


Tag 4 - Ein großer Haufen Trickfilme

Heute haben wir ganz viele Trickfilme und Interviews gemacht. Wir sind im Museum unterwegs gewesen und alle haben sich einen Gegenstand aus dem Museum ausgesucht, der zum eigenen Ding passt. Und wir haben uns Geschichten ausgedacht für unsere Trickfilme. Dann sind wir durch's Museum und haben direkt vor unserem Museumsfreund einen Trickfilm gemacht. Dabei muss man auf viele Sachen achten: Das Bild mit scharf sein, man darf nicht an der Kamera wackeln und und und. Nach dem Mittagsessen haben wir wieder an unseren Monstern gebastelt und es werden echt eine ganze Menge. Mal sehen ob sie alle in die Vitrienen reinpassen.


Tag 5 - Wie man kaputte Bilder repariert

Heute war Jana da. Jana kennt sich super mit Restaurierung aus und hat uns eine Menge erzählkt und gezeigt. Was passiert zum Beispiel, wenn ein Bild kaputt ist. Restauratoren sind eigentlich wie Ärzte, nur für Bilder eben. Wir hein Bild mit weißen Flecken wieder schön gemacht und auf die weißen Stellen Farbe gemalt. Das nennt man Retuschieren. Hier muss man ganz vorsichtig sein und immer schauen, dass man die richtige Farbe gemischt hat. Aber Jana hat uns das so gut gezeigt, dass wir am Ende alle Bilder wieder repariert haben. Außerdem haben wir mit Benni Interviews zu unseren Dingen im Museum gemacht. Am Ende werden die Interviews auch in unserer Ausstellung gezeigt. In dieser Woche ist schon so viel passiert. Mal sehen was wir nächste Woche alles machen.



Tag 6 - Wo kommen eigentlich die Blumen im Bergpark her?

Die neue Woche hat sofort aufregend begonnen. Weil an Montagen die meisten Museen geschlossen haben konnten wir nicht im Landesmuseum sein, sondern haben einen Ausflug in den Bergpark Wilhelmshöhe gemacht. Der gehört nämlich auch zur Museumslandschaft. Bei einer Rallye mit Sabine haben wir viele Pflanzen entdeckt, die wir noch nie gesehen haben. Manchmal hat man sich so gefühlt, als ob man in einem Urwald ist. Wir haben auch einige Tiere gesehen, zum Beispiel Enten, Fische und Frösche. Danach haben wir was gesehen, was viele Leute nicht sehen: Das Anzuchtgewächshaus. Das sind große Häuser mit Glasdächern, wo die Gärtnerinnen vom Museum Blumen und andere Pflanzen anbauen. Die kommen dann in den Bergpark. Frau Horn hat uns gezeigt wie man das macht. Wir durften am Ende sogar selbst Pflanzen umtopfen und mit nach Hause nehmen.


Tag 7 - Wie die Steinzeitmenschen

Heute Morgen haben wir immer noch unsere schweren Beine von gestern gemerkt. Wir sind wohl ganz schön viel gelaufen gestern. Trotzdem waren wir wieder viel im Landesmuseum unterwegs und haben weiter an unseren Trickfilmen und Interviews gewerkelt. Nach dem Mittagessen hat uns Margret was total spannendes gezeigt. Wie die Steinzeitmenschen vor langer langer Zeit haben wir versucht Feuer zu machen. Dafür braucht man zwei Feuersteine und Zeug, was schnell anfängt zu brennen. Das war gar nicht so einfach, aber Benni hat es hinbekommen. Man muss immer vorsichtig sein und auf das Feuer aufpassen. Margret hat uns danach noch ganz viele Steine gezeigt, wie sie sich anhören zum Beispiel.


Tag 8 - Die Vitrinen öffnen sich

Weil ja eine Ausstellung mit unseren Dingen entstehen soll, haben wir uns heute das erste Mal die Vitrinen im 3. Stock angeschaut. Noch sind sie ganz leer. Wir haben geschaut wie wir unsere Dinge dort reinstellen, haben sie geddreht und gewendet, damit alles gut aussieht. Besonders das große Ungeheuerbild sieht jetzt schon toll aus. Damit auch alle Vitrinen voll werden, haben wir nochmal gebastelt und natürlich Zettel geschrieben, die unsere Dinge erklären. Die Besucher wissen sonst ja gar nicht, was das für ein Ding ist, was sie sehen. Morgen machen wir damit weiter, dass unsere Ausstellung am Freitag fertig ist.


Tag 9 - Unser eigenes Ungeheuer-Kunstwerk

Endlich ist unser Ungeheuer-Bild fertig geworden. Und es ist sogar noch viel schöner als gestern weil ja noch so viel dazugekommen ist. Viele Elefanten, Drachen und andere witzige Wesen sind jetzt in der Vitrine, fast so wie bei den Tafeln im dritten Stock, die uns die Museumsleute gezeigt haben. Nachmittags haben wir noch mit Margret lustige Clowns gewürfelt. Schaut mal wie bunt sie sind! Morgen ist unser letzter Tag, es sind wirklich schon zwei Wochen rum. Dann ist die Ausstellung auf jeden Fall komplett fertig.

Das müssen wir euch noch zeigen. Vor dem Landesmuseum ist was, wo jeder zu einer Statur werden kann. Es heißt "Ich-Denkmal". Mike hat alle von uns fotografiert und wir haben alle eine andere Pose gemacht. Morgen ist unser letzter Tag und dann werden auch endlich die ganzen Trickfilme und Interviews hier hochgeladen.

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Weil noch nicht alle Kinder interviewt worden sind, müssen wir uns jetzt beeilen, damit auch alles für morgen fertig wird. Aber Benni hat immer einen guten Plan und es macht auch echt Spaß unsere Geschichten zu erzählen. Bald könnt ihr sie alle hier sehen.

 


Tag 10 - Unsere Ausstellung ist endlich fertig

Nun ist es soweit. Wir haben alle Dinge in die Vitrinen gestellt und haben sie schön dekoriert. In unserer Ausstellung gibt es so viel zu sehen, alles das, was wir in den letzten Tagen gemacht haben eigentlich. Da sind die reparierten Bilder, ganz viele Fotos von Mike, das riiiiiiiieeeeesen Ungeheuer-Kunstwerk und natürlich unsere Dinge. Damit die Besucher im Museum auch verstehen, warum wir uns die Dinge ausgesucht haben, hat Benni einen Film zusammen geschnitten, in dem alle unsere Interviews zu sehen sind. Ihr könnt ihn euch im Museum anschauen. Nachdem alles fertig war haben wir zum Abschluss noch einen Ausflug in's Planetarium gemacht. Dort kann man zum Beispiel die ganzen Sternbilder angucken. Wir haben einen Film geschaut, der heißt Nachteulen. Am Ende haben wir jeder noch eine Tüte mit Sachen bekommen. Da sind zum Beispiel Eintrittskarten drin, damit wir unsere Mamas, Papas, Omas, Opas, Freundinnen und Freunde mit in's Museum nehmen können und ihnen zeigen, was wir alles gemacht haben. Wir kommen auf jeden Fall wieder, um zu sehen, wie es unseren Autos, Teddys und Puppen in den Vitrinen so geht.


Es hat uns großen Spaß gemacht das Museum zu erkunden und viele neue Dinge kennenzulernen. Man braucht viel Zeit, um alles in so einem großen Museum zu sehen, aber wenn man ganz genau hinschaut, ist bestimmt für jeden etwas dabei. Jedenfalls sind wir jetzt richtige Experten und wissen über viele Dinge im Landesmuseum nun Bescheid.