Franҫois-Xavier Vispré, Le Concert. Trompe-l'œil mit Mezzotino unter zerbrochenem Glas, um 1760, MHK, Gemäldegalerie Alte Meister

Franҫois-Xavier Vispré, Le Concert. Trompe-l'œil mit Mezzotino unter zerbrochenem Glas, um 1760, MHK, Gemäldegalerie Alte Meister

kunst und illusion

Das Spiel mit dem Betrachter

Sonderausstellung im Schloss Wilhelmshöhe 15. Juli 2016 bis 15. Januar 2017

Die Kunst ist ein Medium der Illusion: So gaukelt die Malerei dem Betrachter auf zweidimensionaler Fläche eine dreidimensionale Realität vor.

Die Sonderausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister in Schloss Wilhelmshöhe lüftete den Vorhang über den vielfältigen Erscheinungsformen und Entwicklungen von Illusionskunst, die anhand der reichen historischen Sammlungen der hessischen Landgrafen nachvollzogen wurden. Aus den Beständen  der Museumslandschaft Hessen Kassel waren neben Gemälden und Graphiken auch Kunsthandwerk, Möbel und optische Geräte zu sehen. Neben prominenten Werken u.a. von Rembrandt, Jan Gossaert und Sibylla Merian, die dabei in neuem Licht erschienen, wurden auch selten gezeigte und eigens restaurierte Werke präsentiert.

Die Vortäuschung von Raum und Perspektive, Gegenständen oder Materialien als eigentliches Thema der Darstellung ist seit der Antike eine zentrale Aufgabe in Kunst und Kunsttheorie, die eine reiche Vielfalt an Werken hervorgebracht hat. Der Unterhaltung des Betrachters durch Verblüffendes und Kurioses liegt dabei stets die tiefere Frage nach dem Verhältnis von Schein und Sein zugrunde.