MHK_Fritz Winter_Weite Horizontalen_1964_Neue Galerie-Sammlung der Moderne_Foto Arno Hensmanns_M20827_Slideshow.jpg

Fritz Winter, Weite Horizontalen,1964, Neue Galerie-Sammlung der Moderne, MHK

fritz winter. documenta-künstler der ersten stunde

Sonderausstellung in der Neuen Galerie • 13. November 2020 bis 21. Februar 2021


Fritz Winter_Große Komposition (Wandlung II)_1953_.jpgFritz Winter, Große Komposition (Wandlung II) 1953, Fritz-Winter-Stiftung, München

Die Ausstellung zeichnet Winters künstlerischen Weg und seine vielfältigen Verbindungen mit der documenta Stadt Kassel anhand signifikanter Kunstwerke nach. Im Zentrum stehen die ersten drei documenta Ausstellungen 1955, 1959 und 1964.

Besucher erhalten die Gelegenheit einen zentralen Protagonisten der frühen documenta-Geschichte wiederzuentdecken, einen Maler, der die Sprache der gegenstandslosen Kunst in Deutschland seit den 1920er-Jahren maßgeblich erweitert hat.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Fritz-Winter-Stiftung.

Über Fritz Winter


Mit seinem vielbeachteten Auftritt auf der ersten documenta 1955 wurde Fritz Winter (1905-1976) als einer der wichtigsten deutschen Vertreter der abstrakten Malerei bekannt. Im selben Jahr erhielt er den Ruf auf eine Professur an der Werkakademie in Kassel, wo er bis 1970 lehrte. Er arbeitete eng mit dem Gründer der documenta Arnold Bode zusammen und war zunehmend in die Entscheidungs- und Organisationsstrukturen der Großausstellung eingebunden.

Der ehemalige Schüler von Paul Klee und Oskar Schlemmer am Bauhaus in Dessau war unter den Nationalsozialisten als entartet diffamiert worden. 1949 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der »Gruppe der Gegenstandslosen« ZEN 49 und galt in der Nachkriegszeit als wichtiges Bindeglied zwischen den künstlerischen Avantgarden der Vor- und Zwischenkriegsmoderne und dem postulierten Anspruch des westdeutschen Anschlusses an die internationale Kunstentwicklung.