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der maler als zeichner – der zeichner als maler

300 jahre johann heinrich tischbein

Sonderausstellung im Schloss Wilhelmshöhe •28. Oktober 2022 bis 5. Feb. 2023


MHK_Johann Heinrich Tischbein_Selbstbildnis in jüngeren Jahren_M10101.jpgJohann Heinrich Tischbein: Selbstbildnis in jüngeren Jahren, um 1752/1755, Foto MHK

Zum Jubiläum widmet die Gemäldegalerie Alte Meister dem einstigen Kasseler Hofmaler eine monographische Sonderausstellung. Als einer der wichtigsten Vertreter der großen deutschen Malerfamilie umfasst sein Œuvre ein faszinierend breites Spektrum. Aus dem umfangreichen Bestand der Kasseler Sammlung lässt sich die Vielfalt seiner künstlerischen Tätigkeit überzeugend abbilden. Statt einer bloßen Überblicksschau sollen weniger die vielen Porträts und historischen Zyklen für den Landgrafen im Fokus stehen, sondern auch Tischbeins zeichnerische Werke näher betrachtet werden. Tischbeins Tätigkeit an der Kasseler Kunstakademie sowie die Präsenz der Zeichnung in seinen Selbstbildnissen stehen in engster Verbindung mit der Fragestellung, welche Wertigkeit ihnen in seinem Gesamtwerk zukommen sollte. Das Spannungsverhältnis von Zeichnung und Malerei bei Tischbein erlaubt einen neuen Blick auf das Schaffen des Künstlers.

Die Ausstellung nimmt darüber hinaus sowohl Tischbeins Bedeutung in der Landgrafschaft als auch im europäischen Kontext in den Fokus, um sich so seinem Werk aus verschiedenen Perspektiven zu nähern und neue Forschungserkenntnisse zu transportieren. Die Hauptsektion der Ausstellung eröffnet das mannigfaltige Spektrum der zeichnerischen Techniken, der sich Tischbein bediente und bringt diese in einen Zusammenhang mit seinen malerischen Arbeiten. So werden funktionale, ästhetische sowie repräsentative Dimensionen an den Medien seiner künstlerischen Ausdrucksweise und deren Verbindung zueinander erfahrbar.