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Abb.: Giampietrino, Leda mit ihren Kindern, um 1520, Gemäldegalerie Alte Meister, MHK

der leda code. ein meisterwerk voller rätsel

Schloss Wilhelmshöhe •1. November 2019 bis 2. Februar 2020


Giampietrino, Leda mit ihren Kindern, um 1520, Gemäldegalerie Alte Meister, MHK.jpgAbb.: Giampietrino, Leda mit ihren Kindern, um 1520, Gemäldegalerie Alte Meister, MHK

2019 jährt sich der 500. Todestag Leonardo da Vincis, des großen Künstlers, Ingenieurs und Wissenschaftlers, dem die Gemäldegalerie Alte Meister eines ihrer wichtigsten Werke verdankt: Leda mit ihren Kindern, von Leonardo entworfen und von seinem Schüler Giampietrino vollendet. Es erzählt die Geschichte der schönen Königstochter Leda, die den Göttervater Zeus so verzückte, dass er sie in Schwanengestalt verführte.

Unter der Oberfläche des Gemäldes verbergen sich verschiedene Entwürfe, die faszinierende Einblicke in die Arbeit Leonardos und seiner Werkstatt geben. Ein Siegel auf der Rückseite und Übermalungen, die der Leda durch die Jahrhunderte hinweg verschiedene Gesichter gaben – als verführerische Königstochter oder fürsorgliche Tugendgestalt – vermitteln einen Eindruck der bewegten Biographie dieses Meisterwerks, in dem sich ein halbes Jahrtausend europäische Geschichte spiegelt. Von Mailand über Paris und Den Haag gelangte es auf verschlungenen Wegen in die Sammlungen von Fürsten und Königen und gibt den Forschern noch heute zahlreiche Rätsel auf.

Die Ausstellung spürt dem Werk nach, seiner Entstehung aus dem Geist Leonardos und der Geschichte seiner zahlreichen Besitzer ebenso wie seinen prominenten Verehrern, von Goethe bis zu den Brüdern Riepenhausen, von Napoleon bis Hermann Göring. Leihgaben aus Florenz, Rom, London und Amsterdam sowie ausgewählte Meisterwerke aus den Sammlungen der MHK nehmen Sie mit auf eine Reise durch 500 Jahre Leonardo-Euphorie, des noch heute teuersten Künstlers der Welt.