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Abb.: Giampietrino, Leda mit ihren Kindern, um 1520, Gemäldegalerie Alte Meister, MHK

der leda code. ein meisterwerk voller rätsel

Schloss Wilhelmshöhe •1. November 2019 bis 2. Februar 2020


DSC_5488.jpgDer Leda Code. Ein Meisterwerk voller Rätsel, Ausstellungsansicht, Foto Bernd Schölzchen, MHK

2019 jährt sich der 500. Todestag Leonardo da Vincis, dem die Gemäldegalerie Alte Meister eines ihrer wichtigsten Werke verdankt: Leda mit ihren Kindern.

Das Gemälde wurde Leonardo entworfen und von seinem Schüler Giampietrino vollendet und erzählt die Geschichte der schönen Königstochter Leda, die den Göttervater Zeus so verzückte, dass er sie in Schwanengestalt verführte.

Die Ausstellung spürt der Entstehung des Werkes nach, der Geschichte seiner Besitzer und Verehrer von Goethe bis zu den Brüdern Riepenhausen, von Napoleon bis Hermann Göring. Leihgaben aus Florenz, Rom, London und Amsterdam sowie Meisterwerke aus den Sammlungen der MHK führen Besucher durch 500 Jahre Leonardo-Euphorie, dem noch heute teuersten Künstler der Welt.

Ein Meisterwerk voller Rätsel


Ausstellungsansicht, Foto Bernd Schölzchen, MHK

Unter der Oberfläche des Gemäldes verbergen sich verschiedene Entwürfe, die faszinierende Einblicke in die Arbeit Leonardos und seiner Werkstatt geben.

Ein Siegel auf der Rückseite und Übermalungen, die der Leda durch die Jahrhunderte hinweg verschiedene Gesichter gaben – als verführerische Königstochter oder fürsorgliche Tugendgestalt – vermitteln einen Eindruck der bewegten Biographie dieses Meisterwerks, in dem sich ein halbes Jahrtausend europäische Geschichte spiegelt. Von Mailand über Paris und Den Haag gelangte es auf verschlungenen Wegen in die Sammlungen von Fürsten und Königen und gibt den Forschern noch heute zahlreiche Rätsel auf.