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planetarium

ma24535.jpgInnenansicht Planetarium, Foto: MHK, Arno Hensmanns

Hessens größtes Planetarium im Apollo-Saal der Kasseler Orangerie ermöglicht unter seiner 10 Meter durchmessenden Kuppel einen beeindruckenden Blick in die Sterne. Kernstück des Planetariums ist das 2016 beschaffte, ultramoderne Hybrid-Projektionssystem, bestehend aus einem Sternenprojektor, dem Skymaster ZKP 4 sowie dem Full-Dome-Projektor Velvet Duo. Beide Systeme wurden bei der Traditionsfirma Carl Zeiss in Jena entwickelt und produziert, sind also »Made in Germany«.

Bereits seit April 1992 bietet das Planetarium ein breites Spektrum an Vorführungen. Diese wurden und werden zum großen Teil live vorgeführt. Dabei steht neben der Faszination die altersgemäße Vermittlung astronomischer, aber auch anderer naturwissenschaftlichen Phänomene im Mittelpunkt, so dass wichtige Erkenntnisse mit nach Hause genommen werden können.

Dass das Planetarium Teil des Astronomisch-Physikalischen Kabinetts ist, ist kein Zufall. Ein Highlight der Sammlung ist eine uhrwerkgetriebene Planetenuhr aus dem 16. Jahrhundert. Damit konnte man bereits damals jederzeit die Position von Sonne, Mond und Planeten ablesen. Sie gehört zu den weltweit frühesten und technisch aufwändigsten Versuchen, den Lauf der Gestirne naturgetreu nachzubilden und gilt daher als Urahn der modernen Planetarien.

So lag es nahe, aufgrund dieser einzigartigen Tradition 1992 am selben Ort auch Hessens bedeutendstes Planetarium einzurichten. Mit einer Eintrittskarte für das Planetarium können Sie sich zusätzlich dieses technische Meisterwerk anschauen und natürlich viele weitere Zeugnisse aus dem goldenen Zeitalter der wissenschaftlichen Revolution. Das Kabinett ist ein international bekanntes und bedeutendes Spezialmuseum für wissenschaftliche Instrumente und Uhren auf 1200 qm Ausstellungsfläche.

Was ist ein Planetarium?

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird: Ein Planetarium versucht, mit Hilfe einer geeigneten Projektionstechnik den nächtlichen Sternenhimmel , so wie wir ihn in einer sternklaren Nacht sehen können, möglichst naturgetreu auf einer halbkugelförmigen Kuppel nachzubilden. Dabei ist die Projektion zwar erdgebunden, aber man kann unterschiedliche Orte auf der Erde als Standort wählen: So können wir in einer Show die bei uns auf der Nordhalbkugel stattfindet, per Knopfdruck nach Süden fliegen, um die Sternbilder zu zeigen, die von einem Standort auf der Südhalbkugel der Erde sichtbar sind.