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militär- und jagdgeschichtliche sammlung

Der Sammlungsbestand in Schloss Friedrichstein umfasst Objekte zur hessischen Militärgeschichte. Darunter historische Waffen, Uniformen, Orden, Gemälde vom Mittelalter bis zur Angliederung des Kurfürstentums an Preußen, 1866 sowie Jagdgeräte und -waffen des 16. bis 19. Jahrhunderts aus ehemals landgräflichen Besitz.

Die Jagd als Jahrhunderte überdauerndes Privileg des Hochadels repräsentierte die Macht- und Herrschaftsansprüche der Fürsten. Waffen und Jagdausrüstungen dienten daher – neben ihrem rein funktionalen Zweck – auch als Statussymbol, die zudem einem hohen ästhetischen Anspruch gerecht werden sollten. Zu den prestigeträchtigsten Stücken der landgräflich-hessischen Sammlung zählen u.a. reich verzierte Armbrüste und Radschlossgewehre aus dem 17. Jahrhundert.

Einen weiteren Schwerpunkt der Dauerausstellung bildet der sogenannte Turcica-Bestand. Hierbei handelt es sich um Waffen und andere Kostbarkeiten osmanischer Herkunft. Sie gelangten zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert als Kriegsbeute, Geschenke oder durch gezielte Ankäufe in die Sammlungen der Landgrafen und Kurfürsten von Hessen-Kassel. Highlight ist ein Audienzzelt der türkischen Armee aus der Zeit um 1700. Das mit außergewöhnlichen Applikationen verzierte Zelt zählt zu den sechs fast vollständig erhaltenen osmanischen Zelten innerhalb Deutschlands.

Die Online-Datenbank und ein Katalog zum Turcica-Bestand bieten zusätzliche Detailinformationen sowie reiches Bildmaterial zu jedem einzelnen Exponat.

Aufgrund einer großen Sonderausstellung zum Thema »Höfische Jagd in Hessen«, die in diesem Jahr im Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda zu sehen sein wird, ist die Jagdabteilung vorrübergehend geschlossen.
Nach einer Zwischenstation im Museum Jagdschloss Kranichstein wird die Ausstellung 2019 bei der Museumslandschaft Hessen Kassel zu sehen sein.