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schloss friedrichstein

ma10377.jpgAußenansicht Schloss Friedrichstein, Foto: MHK, Arno Hensmanns

Bereits von weitem sichtbar, prägt die leuchtende gelbe Fassade von Schloss Friedrichstein noch heute das Stadtbild von Bad Wildungen.

Seine wechselhafte Geschichte lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen. Ursprünglich als gotische Burg errichtet, wurde der mittelalterliche Bau von Graf Josias II. von Waldeck (1636–1669) Mitte des 17. Jahrhunderts durch ein imposantes Barockschloss ersetzt. Als Josias II. im Kampf gegen die Osmanen fiel, war der Bau noch nicht fertiggestellt. Friedrich Anton Ulrich (1676 – 1728), dem Neffen des verstorbenen Grafen, sind sowohl die Vollendung der verbliebenen Umbaumaßnahmen zu seiner heutigen Gestalt mit drei Flügeln als auch die Namensgebung »Friedrichstein« zu verdanken.

Nach dem Umzug der Fürstenfamilie in ein neu erbautes Residenzschloss in Bad Arolsen, zu Beginn des 18. Jahrhunderts, ging ein Großteil des Friedrichsteiner Interieurs verloren. Die prachtvollen Stuckaturen von Andreas Gallasini sowie die Deckengemälde von Carlo Caselli zieren jedoch noch heute die Innenräume. Nachdem das Schloss nach dem Ersten Weltkrieg in den Besitz des damals selbständigen waldeckischen Staates übergegangen war, wurde es während des Zweiten Weltkrieges zur Schulungsstätte der NSDAP umfunktioniert, bevor es in die Obhut des Landes Hessen kam. Nach umfangreicher Restaurierung beherbergt das Schloss heute den umfangreichen Sammlungsbestand der hessischen Militär- und Jagdgeschichte der Museumslandschaft Hessen Kassel.

Aufgrund einer großen Sonderausstellung zum Thema »Höfische Jagd in Hessen«, die in diesem Jahr im Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda zu sehen sein wird, ist die Jagdabteilung vorübergehend geschlossen.
Nach einer Zwischenstation im Museum Jagdschloss Kranichstein wird die Ausstellung 2019 bei der Museumslandschaft Hessen Kassel zu sehen sein.