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aus der schatzkammer der geschichte

k91355_Arno Hensmanns.jpgPrunksäbel aus dem Besitz der Landgräfin Dorothea Wilhelmine, 1660-80, MHK, Hessisches Landesmuseum, Sammlung Angewandte Kunst, Foto: MHK, Arno Hensmanns

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert


Neben der Sammlung Volkskunde und der Sammlung zur Vor- und Frühgeschichte präsentiert sich die Sammlung Angewandte Kunst in der zweiten Ebene des Hessischen Landesmuseums.

Die Landgrafen von Hessen lenkten vom 13. bis zum 19. Jahrhundert die Geschicke der Region. Tiefgreifende Ereignisse wie die Reformation, der Dreißigjährige Krieg oder die Herrschaft Napoleons prägten das Europa jener Zeit wie auch Nordhessen maßgeblich. Objekte der Sammlung Angewandten Kunst offenbaren ein vielschichtiges Bild jener bewegten Jahrhunderte. Kunstwerke aus Kirchen und Klöstern, aus Städten und Dörfern und vor allem aus dem Besitz der hessischen Landgrafen zeugen von der prachtvollen Hofkultur und dem Sammeleifer der Fürsten. So können anhand der Objekte internationale politische Bezüge, aber auch der Alltag der Menschen jener Zeiten nachvollzogen werden.

Der Kernbestand der Sammlung geht auf die fürstlichen Sammlungen der hessischen Landgrafen zurück. Kunstkammerstücke aus der Zeit von Wilhelm IV (reg. 1567 – 1592) und Moritz dem Gelehrten zählen ebenso zur Sammlung wie vergoldete Silberobjekte aus der ehemaligen Silberkammer. Darüber hinaus umfasst die Sammlung barocke Kunst vom Hof Landgraf Carls (reg. 1677 – 1730), eine historische Glassammlung sowie eine bedeutende Bernsteinsammlung, eine Elfenbeinsammlung, hessische Fayencen, Porzellan aus Meißen, Kassel oder Fulda und Exponate der fürstlichen Porzellangalerie aus China und Japan.