die kunst zu sammeln

Die städtische Kunstsammlung in Kassel

Sonderausstellung in der Neuen Galerie 18. Mai bis 23. September 2018

Von Fürstenbildnissen und romantischer Landschaftsmalerei bis zur documenta-Kunst: Die Städtische Kunstsammlung Kassel spannt einen Bogen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, sie umfasst sowohl lokal bedeutsame Werke als auch Kunst mit internationaler Ausstrahlung. Die Sonderausstellung »Die Kunst zu sammeln« rückt nun erstmals die Geschichte des Städtischen Kunstbesitzes in den Fokus. Sie veranschaulicht die Anfänge durch Stiftungen im 19. Jahrhundert und zeigt auf, wie die Sammlung ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt.

Der Rundgang beginnt mit dem Vermächtnis der Gräfin Louise Bose, das 1883 den Grundstein der Städtischen Sammlung legte. Erste städtische Ankäufe 1913 berücksichtigten besonders Hessische Künstler, aber auch Werke der französischen Moderne wurden systematisch erworben. Die Ausstellung folgt der Sammlung im Nationalsozialismus und ihrem Neuaufbau in der Nachkriegszeit bis zu den bedeutenden documenta-Ankäufen.

Nachdem die Sammlung seit 1921 an unterschiedlichen Standorten beheimatet war, werden seit 1976 die Gemälde und Skulpturen ab 1800 gemeinsam mit den staatlichen Kunstbeständen in der Neuen Galerie gezeigt. Als wichtige Ergänzung der ständigen Präsentation sind in der Sonderausstellung auch Künstlerinnen und Künstler vertreten, deren Werke teilweise nach vielen Jahrzehnten wieder zu sehen sind. Viele Künstler haben sich intensiv mit der Stadt und ihrer Geschichte auseinandergesetzt oder direkt in das urbane Umfeld eingegriffen. Dass die Sammlungsgeschichte untrennbar mit der Kasseler Bevölkerung und Institutionen verbunden ist, spiegelt sich im engen Austausch mit Akademie und Kunstverein. In der Ausstellung tritt nun Vergessenes zu Tage und Bekanntes wird aus einem neuen Blickwinkel betrachtet: Es gibt viel zu entdecken!